Zu Grossmutters Zeiten im Jahr 1988 wurden die ersten Erdbeersetzlinge in den Boden gepflanzt. Der sofortige Absatz ermöglichte einen Witterungsschutz. Das Wandertunnel hatte den Vorteil, bewilligungsfrei und standortunabhängig zu produzieren.
Die Setzling kamen im August in den Boden, im Frühjahr zur Blüte und im Sommer zur Ernte. Der Witterungsschutz und die eingestreuten Reihen zwischen den Erdbeeren, verhalfen gegen die Verschmutzung und vor allem gegen deren Fäulnis.
Nach der Ernte wurde das "Dach" wieder abgebaut. So ging es die ersten fünf Jahre jedes Jahr von vorne los. 

Aus Fruchtfolgegründen entschieden sie sich, das Folientunnel stehen zu lassen. Es wurden Rinnen auf Holzpfählen montiert, welche das überschüssige Drainagen-Wasser auffingen, um so den Wurzelbereich von Staunässe fernzuhalten. Die Setzlinge kamen erst im Frühsommer in die Substratsäcke, wurden im Freien angezogen und mit Wasser bewässert. Danach wurden sie ins Tunnel getragen und auf die Rinnen gelegt. Die erste Ernte begann Anfangs August, die zweite im Mai vom Folgejahr.
Die Erdbeeren konnten Dank der bodenunabhängigen Produktion neu auf einer Höhe von 1.20m abgelesen werden, was eine deutliche Arbeitsqualität mit sich brachte. Nach 25 Jahren und dem Sturm Lotar, hatte das Erdbeertunnel seinen Dienst geleistet und wir investierten in ein neues Folientunnel.

Im neuen Folientunnel wird täglich der pH-Wert, der EC-Wert, wie auch Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Windgeschwindigkeit über mehrere Messtationen in- und ausserhalb des Tunnels erfasst. Aufgrund dieser Daten wird die Bewässerung und die Lüftung des Tunnels automatisch gesteuert. 
Weiter sind die Rinnen mit den Erdbeeren nicht mehr auf Pfählen, sondern am Gerüst des Tunnels aufgehängt. Die Pflanzen werden seither in Säcken sondern in Schalen gepflanzt. Sie sind langlebiger und haben eine bessere Handhabung.
Dreht oder steht unsere rote Erdbeere an der Strasse, so befinden sich welche im Hofladen. 


..nach wie vor erfolgen jedoch alle Arbeitsschritte von Hand.